Die Zahl der Menschen mit Rückenschmerzen ist seit 1998 von 53 Prozent auf 68 Prozent stark angestiegen. Die Befragten gaben an, dass die Beschwerden vor allem auf Verspannungen (70 Prozent), eine ungünstige Körperhaltung (54 Prozent) und einseitige Belastungen (53 Prozent) zurückzuführen seien. Beschwerden die vor allem der zunehmenden Arbeit am Computer zugeschrieben werden können.
An Bildschirmarbeitsplätzen wird 80 bis 85 Prozent der täglichen Arbeitszeit gesessen. Sitzen beansprucht die Wirbelsäule und die Rückenmuskulatur stärker als Stehen oder Gehen. So ist beim Stehen die Bandscheibe der Lendenwirbelsäule einem Druck von 100 Prozent ausgesetzt, beim geraden Sitzen steigert sich das auf 140 Prozent, beim Sitzen in vorgebeugter Haltung sogar auf 190 Prozent.
Durch ständiges Sitzen erschlafft so die Rumpfmuskulatur. Erst recht beansprucht die nach vorne gebeugte Haltung übermäßig Bänder und Bandscheiben. Die Muskeln bilden sich dabei zurück, bis sie ihre natürliche Stützfunktion für die Wirbelsäule nicht mehr erfüllen können.
Das wir 100.000 Jahre gebraucht haben, um Aufrecht zu gehen. Aber nur 10 Jahre um wieder ungesund zu sitzen.
Ständiges Sitzen und dabei eingenommene Zwangshaltungen schaden der Wirbelsäule und können Rückenschmerzen, aber auch chronische Wirbelsäulenerkrankungen hervorrufen. Sie behindern Atmung, Blutzirkulation sowie Verdauung, und sie ermüden. Weitere mögliche Folgen sind: Durchblutungsstörungen, Verdauungsprobleme, Kopf- Nacken und Schulterschmerzen sowie Beschwerden in Armen und Händen.