Thema Sehbeschwerden - wenn die Augen schmerzen
Starke Beanspruchung der Augen bei der Bildschirmarbeit
Die Allensbacher Brillenstudie gibt seit 1952 Aufschluss darüber, wie sich der Markt
an Brillen- und Kontaktlinsenträger entwickelt. Hieraus lassen sich wichtige
Schlussfolgerungen für die Auswirkungen der Arbeit vorm Bildschirm ableiten:
Anzahl Brillenträger
- 63 % aller Erwachsenen (ab 16J) in Deutschland tragen bereits eine Brille
- zu Beginn der Studie 1953 waren es noch 43 %
- Weit überdurchschnittlich in den jüngeren Altersgruppen. So waren 1952 erst
13 Prozent der 18- bis 29-Jährigen Brillenträger, heute tragen 29 Prozent in
dieser Altersgruppe ständig oder gelegentlich eine Brille
- In allen Altersgruppen lässt sich nachweisen, dass am Bildschirm Tätige in
höherem Anteil eine Brille benötigen. Besonders deutlich ist der Abstand in
den unteren Altersgruppen. Von den 20- bis 29-jährigen, die einen Computer
nutzen, sind 32 Prozent Brillenträger, ohne Bildschirmarbeit dagegen nur 20
Prozent.
Thema Zuzahlung
Im Rahmen der Gesundheitsreform 2003 hat der Gesetzgeber die Zuzahlung zu
Sehhilfen eingestellt. Nicht ohne Grund! Denn im Jahr 2002 betrugen die Kosten
der Krankenkassen für Brillenersatz (ohne Kontaktlinsen) bereits 660 Millionen
EUR. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es sich hierbei nur um einen relativ
geringen Anteil der Gesamtkosten handelt.
Fazit:Die Kosten liegen bei den Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
Achtung:
BildscharbV § 6 Untersuchung der Augen und des Sehvermögens
Den Beschäftigten sind im erforderlichen Umfang spezielle Sehhilfen für ihre
Arbeit an Bildschirmgeräten zur Verfügung zu stellen …
Der Test
- Führen Sie wie in der Bildschirmarbeitsverordnung vorgeschrieben regelmäßig
Sehtests bei Ihren Arbeitnehmern durch?
- Prüfen Sie doch einmal selbst, wie viele Ihrer Angestellten bzw.
Arbeitskollegen eine Brille besitzen!
Links
Berufsverband der Augenärzte e.V.: http://www.effb.org/augenaerzte_informieren.htm